Der HP 49G

Inhaltsverzeichnis

  1. Notation (gesonderter Beitrag)
  2. Einleitung
  3. Programmiersprachen des HP 49G
  4. Handbücher
  5. HP_49G-Emulator mit Abbildung der Frontseite
  6. Kompatibilität zum HP_48 GX
  7. Fehler (Bugs) des HP_49G
  8. Druckfehler in den Handbüchern
  9. Datenübertragung zu anderen Rechnern
  10. Betriebssystem-Update des HP_49G

Zur Beitragsübersicht


Einleitung

Ansicht des HP 49GAm 21. Mai 1999 stellte Hewlett Packard auf der Open HP Conference in Paris den HP 49G Graphik-Taschenrechner vor Siehe Bilkd rechts (ein Klick auf das Bild vergrößert die Darstellung).

Er ist mit 512 kB RAM und 2 MB Flash memory (1 MB für "upgradable" ROM , 1 MB für den Benutzer verfügbar) ausgestattet und enthält eine 4 MHz Saturn CPU. Der Benutzer sieht drei Port-Speicherbereiche:
1. Internes System RAM (random access memory, 256 kB, Port 0),
2. Erweitertes RAM (256 kB, Port 1), und
3. Benutzer-Flash-ROM (read-only memory, 1 MB, Port 2)

Das "upgradable" (= aufrüstbare) ROM (1 MB) sieht der Benutzer nicht, es ist nur über den Upgrade-Vorgang zugänglich, bei dem neue Betriebssystemversionen eingespielt werden können (siehe unten).

Das LCD-Bildschirmchen ist 131×64 Pixel groß und kontrastreich, weil die Pixel schwarz sind.

 

Programmiersprachen des HP 49G

1. HP-Basic: Leicht zu lernen.
2. Benutzer-RPL
(User-RPL):
Benutzer-Programmiersprache des HP 49G
Hiermit programmieren die meisten Anwender ihren HP 49G.
3. System-RPL: Entwicklungs-Software einschließlich Disassembler im HP 49G enthalten.
Nur für Spezialisten, HP leistet keinen Support dafür
.
4. Assembler: Entwicklungs-Software einschließlich Disassembler im HP 49G enthalten.
Nur für Spezialisten, HP leistet keinen Support dafür
.

 

Handbücher

Mitgeliefert wird ein deutsches "HP 49G Benutzerhandbuch" (HP-Nummer F1633-90008,198 Seiten) im A5-Format, das folgende Themen beschreibt:

  1. Tastatur,
  2. Grundlagen,
  3. Betriebsmodi,
  4. Erstellen von und Arbeiten mit Ausdrücken,
  5. Gleichungslöser,
  6. Plotten von Graphen,
  7. Vektoren, Listen, Felder,
  8. Statistikfunktionen,
  9. Programmierung,
  10. Anhang Fehlermeldungen und Fehlerbehebung,
  11. Verbindung mit anderen Rechnern.

Außerdem gibt es ein deutsches "HP 49G Benutzerhandbuch für Fortgeschrittene" (HP-Nummer F1633-90408) als gedrucktes Buch und auch als PDF-Datei zum Herunterladen, das folgende Themen behandelt:

  1. Eingeben von Befehlen,
  2. Modusflags,
  3. Befehlszeilenoperationen,
  4. Der Stack,
  5. Matrizen und lineare Algebra,
  6. Einheitenobjekte,
  7. Konstantenbibliothek,
  8. Basis,
  9. Listen und Folgen,
  10. Erweiterte Plot-Optionen,
  11. Speicher,
  12. Datum und Uhrzeit,
  13. Benutzerspezifische Anpassung,
  14. Computer-Algebra-Befehle,
  15. Stichwortverzeichnis.

Die mitgelieferte Kurzanleitung im Taschenformat (70 x 175 mm Hochformat, 81 Textseiten) enthält wichtige Bedienungshinweise und die Beschreibung der wichtigsten Befehle und Funktionen. Außerdem enthält sie eine Beschreibung der Systemflags, die nirgendwo sonst zu finden ist.

Da ein Arbeiten mit dem kleingedruckten Text der Kurzanleitung auf Dauer nicht zumutbar ist, gibt es hier eine übersichtliche Tabelle: Zusammenstellung der Systemflags.

Im Beitrag Bezugsquellen sind Internet-Adressen angegeben, von denen man HP-Produktinformationen und auch die englischen Handbücher des HP 49G und auch anderer HP-Taschenrechner herunterladen kann.

 

Der HP 49G-Emulator

Auf den offiziellen HP-Internet-Seiten (siehe unten und Bezugsquellen) stellt Hewlett-Packard einen HP 49G-Emulator für Windows 95/98 zum Herunterladen zur Verfügung. Er benötigt eine PC-Bildschirmauflösung von mindestens 1024×768 Pixel (optimal ist 1152×870), sonst paßt die Emulator-Ansicht in der Höhe nicht ganz auf den PC-Bildschirm .

Für das Emulator-Programm sollte man sich auch das Update herunterladen (siehe weiter unten).

Jeder kann sich den Emulator herunterladen. Dieser Emulator vermittelt einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise und die Eigenheiten des neuen Taschenrechners, so als hätte man das Gerät wirklich.

Handhabung des HP49G-Emulators

Bei diesem Emulator lassen sich auf dem PC-Bildschirm die Rechnertasten mit der Maus betätigen. Für die Zuordnung der PC-Tastatur zu den Tasten des Taschenrechners ist dem Autor keine Dokumentation bekannt. Es ist aber leicht herauszufinden, wie der Emulator über die PC-Tastatur zu bedienen ist. Außerdem können die Konfigurationseinstellungen und alle gespeicherten Programme und Daten des HP 49G am Ende einer Arbeitssitzung in eine Datei auf der Festplatte abgespeichert (rechte Maustaste: State Save) und in einer späteren Sitzung wieder in den Emulator zurückgeladen (rechte Maustaste: State Load) werden.

Wenn man den HP 49G per Emulator genügend ausprobiert hat, fällt die Entscheidung leichter, ihn zu kaufen oder nicht.

 

Die Kompatibilität zum HP 48GX

Der HP 49G soll nach Angaben von HP mit dem HP 48GX voll kompatibel sein, was die Übernahme von Programmen betrifft. Die HP48-Programme sollen ohne Änderung auf dem HP 49G laufen. HP empfiehlt jedoch, sie auf dem HP 49G neu zu kompilieren, dann laufen sie schneller.

Nicht kompatibel ist der HP 49G mit dem HP 48GX, was einige Modalitäten der Datenverbindung über die serielle Schnittstelle betrifft. Die bisherigen Systemflags -33 und -34, die beim HP 48GX für das I/O-Gerät und den Druckeranschluß zuständig waren, sind beim HP 49G nicht mehr sinnvoll belegt. Bei übernommenen Programmen, die damit arbeiten, treten somit Fehler auf.

Die Programme des HP 48GX können also nicht unbesehen auf den HP 49G übernommen werden, weil von den HP-Entwicklern doch einiges geändert wurde. Z. B. laufen die HP48-Bibliotheken nicht auf dem HP 49G. Die augenfälligste Änderung ist die Anzahl der Systemflags (64 beim HP 48GX, 128 beim HP 49G). Außerdem mußte man bei den ersten Versionen des Taschenrechners im Betriebssystem auch Fehler (Bugs) feststellen, die jetzt fast alle erkannt und beseitigt sind.

 

Fehler (Bugs) des HP 49G

Außer den oben beschriebenen Unterschieden zwischen dem HP 48GX und dem HP 49G gab es in den ersten Betriebssystemversionen des HP 49G noch einige Fehler (Bugs), die ab Version 1.16 bereinigt sind. Man sollte die neueste Version aufspielen. Wie das geht, steht weiter unten.

 

Druckfehler in den Handbüchern

In der Kurzanleitung und in den Handbüchern gibt es einige Fehler. Fehlerberichtigungen sind im Internet unter www.hpcalc.org vorhanden. Die PDF-Dateien können von dort heruntergeladen werden.

 

Die Datenübertragung zu anderen Rechnern

Der HP 49G besitzt keine Infrarot-Schnittstelle wie der HP 48GX.

Die Verbindung des HP 49G mit dem PC erfolgt über ein Connectivity Kit von HP (Nr. HP F1897A), das eine CD mit den Programmen und ein Verbindungskabel mit einer 10-Pin-Steckbuchse zum Anschluß des HP 49G an eine serielle COM-Schnittstelle (9 Pin) am PC enthält. Neuere Versionen des Connectivity Kit sind im Internet verfügbar (http://www.hpcomm.org/ (?) bzw. www.hpcalc.org ).

Zur Verbindung zweier HP 49G ist zusätzlich ein kurzes Kabel dabei. Zur Verbindung mit dem HP 48GX sind zwei Adapter 10-Pin-Stecker auf 4-Pin-Steckbuchse dabei (zur Verbindung von HP48/HP49 oder zweier HP48). Die Rechner haben Anschlüsse mit Stiften = Steckerstifte, die Kabel haben die entsprechenden Steckbuchsen.

Auch die Transfile WIN 48-Software von Yellow Computing (www.yellow.de (?)) und die Software des HP Serial-Interface Kit (für DOS und Windows, Nr. HP F1201) können verwendet werden. Die Kabel von Transfile WIN48 und des HP Serial-Interface Kit passen nicht am HP 49G, weil der eine 10-Pin-Buchse hat, diese Kabel aber nur eine 4-Pin-Buchse (für den HP 48) haben.

Unterschied zwischen
der Software des Connectivity Kit und der Transfile WIN 48-Software von Yellow Computing:

Bei der Übertragung von Verzeichnissen des HP-Rechners zum PC werden mit dem Connectivity Kit sogenannte DIR-Dateien (die Dateien beginnen mit "%%HP: T(1)A(D)F(.); DIR ...") auf dem PC angelegt, während mit Transfile WIN48 das entsprechende Verzeichnis mit den Einzeldateien (HP-Programme) auf dem PC wie gewohnt angelegt werden.

Mit Transfile WIN48 lassen sich dann die HP-Programme sauber editieren. Die Arbeit wird dabei wesentlich erleichtert durch den TrueType-Schriftfont HP48, der auch die Sonderzeichen des HP-Zeichensatzes enthält.

 

Betriebssystem-Update des HP 49G

Das Betriebssystem im Flash-ROM des HP 49G kann bei Fehlern oder bei Neuerungen mit einer neuen Version überschrieben werden.

Hinweis:

Um die vorhandene Version seines HP 49G anzeigen zu lassen, gibt man den Befehl VERSION ein.
Der HP 49G des Autors wurde (1999) z. B. mit der Version 1.05 ausgeliefert.

Auf den offiziellen HP-Seiten
http://www.hp.com/calculators/graphing/rom/ (?) bzw.
http://www.hp.com/calculators/graphing/rom/beta.html (?)
werden die Updates für HP 49G und Emulator zur Verfügung gestellt.
Dort sind auch die "Bugfixes" aufgelistet, also welche Fehler in den einzelnen Versionen bereinigt wurden. Neue Versionen sind dort zu finden.

 

Zum Upgrade-Vorgang des HP 49G:

Öfter mal was Neues! Ab Flash-ROM-Version 1.19-5 gilt eine neue Upgrade-Prozedur. Deshalb gibt es jetzt zwei verschiedene Anleitungen:

Bis einschließlich Version 1.19-4 gilt die bisherige deutsche Anleitung
Ab Version 1.19-5 gilt eine neue Upgrade-Prozedur. Die (neue) englische Anleitung dafür findet man unter Adresse http://www.hp.com/calculators/graphing/rom/beta.html (?).

Die neue deutsche Anleitung ist hier abzurufen.

Achtung: Falls der Upgrade mißlingen sollte, wird der HP 49G nicht unbrauchbar. Im HP 49G befindet sich ein Bootsystem mit 64 kB auf einem (unlöschbaren) ROM, das alle Befehle für die Grundfunktionen und für die Funktionen zur Durchführung eines Upgrades enthält. Man muß einfach nur den Upgrade wiederholen.

Der Upgrade dauert etwa 16 Minuten und benötigt dabei wesentlich mehr Strom als für den Normalbetrieb nötig ist. HP empfiehlt, den Upgrade nur mit neuen Batterien durchzuführen.

Empfehlung: Man sollte immer die vorherige Updateversion aufbewahren, damit man nach Mißlingen des Upgrades auf die alte Datei zurückgreifen und den HP 49G wenigstens wieder mit der alten Version betriebsbereit machen kann. Im Notfall steht auch die Version auf der CD-ROM des Connectivity Kits noch zur Verfügung, wenn man diese CD aufbewahrt hat.

 

Zum Upgrade-Vorgang des Emulators:

Der "Upgrade" des Emulators ist einfach:

  1. Die ZIP-Datei mit dem Update wird entpackt.
  2. Mit der darin enthaltenen Datei "rom.e49" wird im Emulatorverzeichnis (wo auch das Emulatorprogramm yuser.exe und die DLLs enthalten sind) die gleichnamige Datei einfach überschrieben.
  3. Beim nächsten Aufruf des Emulators arbeitet man schon mit der neuen Version.
  4. Man sollte mit dem Befehl VERSION das Ergebnis des "Upgrades" nachprüfen.

Zum Beginn des Beitrags
Zur Beitragsübersicht
Copyright © 2002 Otto Praxl
Alle Rechte vorbehalten!