Die Portspeicher des HP 49G

Die hier verwendete Notation ist in einem gesonderten Beitrag zusammengestellt.

Was sind Portspeicher?

Die Portspeicher :0:, :1: und :2: des HP 49G sind eigene Speicherbereiche.

Im "HP49 Benutzerhandbuch für Fortgechrittene" ist das Kapitel 11 dem Speicher gewidmet. Auf den Seiten 11-7 und 11-8 ist der Portspeicher beschrieben.

In allen Portspeichern können nur Objekte von höchstens 128 kB Größe gespeichert werden. Selbst wenn noch genügend Speicherplatz vorhanden ist, kann beim Versuch, Objekte > 128 kB zu speichern, eine Fehlermeldung kommen. Dann muß man eben größere Objekte in Stücke von < 128 kB teilen.

Der Portspeicher wird über die Tastenfolge [rightshift][LIB][:x:] (= [rightshift][2][:x:]) aufgerufen, wobei für [:x:] eines der Menüfelder [:0:], [:1:] oder [:2:] zu wählen ist. Dahinter verbergen sich die entsprechenden Menüs mit den gespeicherten Objekten.

Auch über den File-Manager [leftshift][FILES] kann man den Portspeicher ansehen und verändern, wenn man 0: IRAM, 1:ERAM oder 2:FLASH auswählt und mit [OK] aktiviert. Dort sind sogar die einzelnen gespeicherten Objekte gekennzeichnet als DIR, LIST, PROG, GROB (= Grafik-Objekt), ALG, STRNG oder Lxxxx ( = Bibliothek mit der Nummer xxxx).

Während man im Benutzerspeicher (das ist dort, wo man normalerweise arbeitet) Verzeichnisse und Unterverzeichnisse anlegen kann, ist das im Portspeicher nicht möglich, dort kann man nur benannte Objekte als Sicherungs-Objekte anlegen und verwalten und dort funktioniert auch der Befehl ORDER zum Umordnen der Namen nicht. Im File-Manager läßt sich mit [SORT] lediglich die Anzeige sortieren.

Die Portspeicher :0: und :1: sind RAMs (engl.: random acces memory = Benutzerspeicher), die bei Batterieausfall und bei Memory-RESET ihre Inhalte verlieren (flüchtige Speicher). Dagegen bleibt im Portspeicher :2: in diesen Fällen alles erhalten, weil er ein Flash-ROM-Speicher ist (= nicht-flüchtiger Speicher).

Achtung:

Wenn man den Portspeicher aufruft, dann arbeitet man immer noch im aktuellen Verzeichnis von vorher, das Menü des Portspeichers wird nur drübergeblendet. Links oben auf dem Bildschirm in der Statusanzeige wird nach wie vor das aktuelle Verzeichnis {HOME ........} angezeigt.

Vom Portspeicher kehrt man mit [VAR] ins aktuelle Verzeichnis zurück, oder besser gesagt: Mit [VAR] schaltet man die Überblendung wieder aus und zeigt die Variablen des aktuellen Verzeichnisses.

Begriff: Das aktuelle Verzeichnis ist das, worin man momentan (vor Aufruf des Portspeichers) arbeitet (Arbeitsverzeichnis).

Wie arbeitet man mit den Portspeichern?

Den Portspeicher kann man auf 4 verschiedene Arten benutzen:

 

Sichern des Portspeicherinhalts

Die Inhalte der Portspeicher werden beim Sichern des gesamten Benutzerspeichers mit ARCHIVE nicht mitgespeichert.

Das ist auch gut so, weil man nämlich die Sicherung des Benutzerspeichers in jedem Portspeicher ablegen und mit RESTORE wieder zurückholen kann.
Würde der Portspeicher mitgesichert, enthielte er die Sicherung seiner selbst und würde sich rekursiv aufblähen.

Auf dem PC über das Connectivity Kit ist der Portspeicherinhalt nicht zu sehen und folglich auch nicht auf den PC übertragbar.

Wie sichert man nun den Inhalt eines Portspeichers?

Die mitzusichernden Dateien des Portspeichers müssen in ein Verzeichnis des Benutzerspeichers übertragen (kopiert oder verschoben) werden, wenn sie mit ARCHIVE mitgesichert werden sollen. Das gibt nur einen Sinn, wenn man dann mit ARCHIVE über das Connectivity Kit in eine PC-Datei sichert.

Zum Verschieben der Dateien ist der Filemanager von Vorteil, weil dort alle Inhalte sichtbar und bearbeitbar sind.


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